Die Phytotherapie gehört zu den ältesten Medizinlehren. Bereits vor mehr als 3000 Jahren wurden in China und Indien Krankheiten mit Hilfe von Heilpflanzen behandelt. Sie wurden in allen Kulturen eingesetzt und waren die wichtigsten Heilmittel bis zu Beginn des 20. Jahrhunderts.

Mit Paracelsus (1493-1541) begann die Systematisierung der heimischen Heilpflanzenkunde in seinem Werk „Herbarius“. Aus dieser Zeit stammen auch zahlreiche detaillierte Zeichnungen von Heilpflanzen in Kräuterbüchern.

Durch genaue Beobachtung und Beschreibung der Pflanzen und ihrer Wirkungen entwickelte sich die Phytotherapie zu einer Erfahrungswissenschaft, die zunehmend naturwissenschaftlich vorging. Hildegard von Bingen, Sebastian Kneipp, um nur einige zu nennen, hat man es zu verdanken, dass sich die Pflanzenheilkunde in Folge in die traditionelle naturheilkundliche Richtung weiterentwickelte. Seit ca. 100 Jahren werden die Inhaltsstoffe der Pflanzen und dessen Wirkungsweise auf den menschlichen und auch tierischen Organismus mit naturwissenschaftlich-medizinischen Methoden erforscht und dokumentiert.

Wir weisen darauf hin, dass die genannten naturheilkundlichen Behandlungsmethoden wissenschaftlich nicht oder nur teilweise anerkannt sind.